Gebirgspfade im Bild

 

Die Pfade und Hohlwege am Schiefergebirgsrand sind heute nicht nur als Biotop gesehen ein wertvoller Landschaftsbestandteil, sondern sie bilden auch ein geschichtliches Zeitfenster in längst vergangene Tage, als die Wäldler auf ihnen die Erzfunde und Meilerkohlen zu den Schmelzhütten und Hammerschmieden brachten. Die alten Gebirgspfade sind fast überall noch begehbar. Die Pfade und Hohlen  wurden der Landschaft durch die Bewegungen der Gebirgsbewohner  aufgeprägt, mussten doch die in Heimarbeit produzierten Waren, mit dem Huckelkorb oder dem Karren, beim Verleger unten in der Stadt abgeliefert werden, die Toten zu den weit entfernten Friedhöfen transportiert, Holzwaren (Thür. Waldwerk) aller Art suchte seine  Abnehmer und die reichen Kaufleute brauchten Anspanndienste um die Mittelgebirgsbarriere zwischen Nürnberg im Süden und Erfurt und Leipzig im Norden zu überwinden. Viele Gebirgsbewohner nahmen weite Pendlerwege durch das Gebirge für eine auskömmliche Arbeit auf sich. Und so hat jeder Weg seine eigene Geschichte zu erzählen. Die Spuren des mittelalterlichen Wegenetz, sind im Waldgebirge als Hohlweg fast unverändert erhalten geblieben.